Nachdem ich letztes Jahr dieses Fest an Bord der AidaVita feiern durfte und täglich in den Häfen einen Hauch der karibischen Weihnachtsstimmung einatmen konnte, habe ich dieses Jahr mal das mexikanisch-karibische Weihnachten erlebt. Was bei den Mexikanern privat passiert, weiß ich nicht, aber auch sie besuchen ihre Familien und vor allem wird viel gegessen und Alkohol getrunken. Der 25.12. sei nur deshalb ein Feiertag, damit man sich ausnüchtern und erholen könne... Die Deko in den Kirchen ist für unseren Geschmack eher sehr kitschig: viel mit blinkenden Elektrolichtern und Figuren, die bei uns nicht mal in die nähe von Krippen kämen. Naja, die Kirche unserem Wohnheim gegenüber war richtig voll, wobei die Menschen gar nicht mitsingen! "Stille Nacht" bestand am Abend des 26.12. aus Musik vom Band und mit viel gutem Willen konnte man den 5-Personen-Chor hören...
So, nun zu unserem Fest...
Am Morgen des 24.12. gingen wir normal zur Schule. Nach dem unterricht stießen wir in der Schule mit Getränken an und es gab Häppchen zu essen. Im Vorfeld hatten wir eine Piñata gebastelt, die nun zerstört wurde. Einer Piñata liegt ein Luftballon zugrunde, der mit Pappmachee beklebt und anschließend dekoriert wird. Die Kugel erhält zu Weihnachten 7 "Hörner" - für jede Sünde eins - die anschließend abgeschlagen werden müssen, um alles Böse zu beseitigen. Am Schluss ergießen sich dann jede Menge Süßigkeiten über den Boden, die zuvor in die Piñata gefüllt worden waren. Diese sollen eine freudige Begrüßung für das neue Gute darstellen.
| meine Klasse am 24.12.: Damien, Rhona, Malini und Lehrer Alex |
| Schüler, Lehrer und Piñata im Schulgarten |
Abends waren wir ca. 16 Personen, die zusammen in der Residenz aßen. Unser Lehrer Alex hatte mit seiner Familie ein typisch mexikanisches Weihnachtsessen gekocht: Spaghetti, frittiertes Fleisch, Gemüse, Obstsalat mit Pie zum Nachtisch und am Schluss noch einen Punsch - mit Alkohol, wer wollte. Etwas ungewöhnlich für uns war, dass das Essen relativ kalt war (aber hier wird nunmal nur lauwarm gegessen und getrunken) und dass das komplette Geschirr aus Kunststoff war. Aber es war alles okay, denn es war eine tolle Stimmung, jedes vertretene Land sprach seine Weihnachtswünsche in der Muttersprache und - überhaupt: dass Alex und seine Familie am Heiligabend für uns gearbeitet haben und dabei auch noch so strahlten, das war super. Zum Dank hatten wir auch eine Aufmerksamkeit besorgt... Der Abend klang aus, indem wir mehrere Stunden Uno spielten und mancheiner in der Nacht noch die Clubs und Discos unsicher machte.
Der Tag danach:
Das war sehr interessant und ich wusste vieles ueberhaupt nicht. Ich war einmal mit einem Mexicaner verheiratet und die hatten Tamales fuer Weihnachten gehabt mit paar mit suesser Fuellung als was besonderes und essen war immer heiss...auch gab es Pinatas nur zu Geburtstagsfeiern und betrunken waren nur die jungen Leute und nicht so viel die Aelternen, mehr vernuenftigen...also wahrscheinlich ist jeder anders dort genauso wie manches Deutsches Essen nicht das selbe ist... aber interessant fand ich alles.
AntwortenLöschenNoch ein schoenes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in's Neue Jahr :-)