Es hat ein wenig gedauert, aber jetzt habe ich mich endlich dazu durchgerungen, die Idee eines Blogs in die Tat umzusetzen. Ab und an könnt Ihr hier also lesen, was man als Sprachschüler in Mexiko so alles machen kann.
Wie Ihr ja nun wisst, bin ich seit dem 1.11.2010 in Playa del Carmen, Mexiko. Das ist auf der bekannten Halbinsel Yucatan, etwa 45 minuten Autofahrt vom Touristenmagnet Cancun entfernt.
In Anbetracht der offenen Frage, wann ich wieder nach Deutschland zurück komme, hatte ich die letzten zwei Wochen vor Abreise ganz schön kalte Füße. Die vergingen aber rasend schnell, als ich am Abend des 1.11. bei etwa 30 Grad und viel Schwüle in Cancun aus dem Flieger stieg und mich Freund Stefan herzlich in Empfang nahm. Die folgende Tage konnte ich bei Stefan wohnen und mir in aller Ruhe verschiedene Sprachschulen ansehen, mich mit Wohnmöglichkeiten auseinander setzen und – und vor allem – an den Strand gehen.
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Hier wohnte ich in der ersten Woche |
Ich traf mich mit ein paar Bekannten, wir gingen zu einem tollen BBQ und mehrfach abends in kleine mexikanische Restaurants, wo sich jedes Mal wieder bestätigte: ich hasse Koriander und ich kann auf gar keinen Fall scharfe „salsa“ essen. Da kam mir der Schweinebraten ganz recht, den Stefan zwischendurch für uns kochte.
Die erste Woche war spannend: ich habe mich allein durch die Stadt geschlagen (und mich nicht ein einziges Mal verlaufen - einige von Euch wissen, was das für eine Leistung für mich ist), war in Supermärkten einkaufen, habe mir ein mexikanisches Telefon besorgt, mir einen super Preis für meine künftige Unterkunft ausgehandelt – und das alles ohne Spanisch. Und es ist ja nicht so, dass hier jeder Mensch Englisch, Deutsch oder Französisch kann.
Mitte der Woche entschied ich mich für eine Sprachschule und konnte direkt am Donnerstag und Freitag der ersten Woche stundenweise am Unterricht teilnehmen. Es würde nämlich erst mal kein neuer Anfängerkurs beginnen, sodass man mich fit machen wollte für die fortgeschrittenen Anfänger. Zum Glück ergab sich dann aber doch eine Anfängerklasse, bestehend aus der Amerikanerin Nina und mir.
Einen großen Dank an meine Spanischlehrer aus der 11.1 (im Jahr 1993), deren Namen ich gar nicht mehr weiß. Die weingen Monate Unterricht sind zwar schon über 16 Jahre her, aber zumindest die Zahlen und ein paar einzelne Wörter waren mir noch bekannt, was mich über die Probestunden retteten.